posts: Bild, Metapher, Zeichen
Berühmtes Foto Robert Capas: „Loyalistischer Soldat im Moment seines Todes“, z.B.
http://www.physiologus.de/bilder/capa_tod.jpg
http://graphics8.nytimes.com/images/2008/01/24/arts/27kenn.04.jpg
http://img.stern.de/_content/60/92/609265/Jubilaeum500_1_500.jpg
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Die Hölle war eine praktische Einrichtung: Dort konnte man alle Sünder braten, und mit dieser Drohung kriegte man die Sünder hier schon einigermaßen in den Griff, hoffte man (seitens der christlichen Kirche[n]).
Johann Schloemann berichtete in der SZ vom...
Logik bildhaften Denkens,
vorgeführt an Rätseln: Wie man Bilder nur versteht, wenn man sie nicht einzeln „deutet“, sondern sie im Zusammenhang sieht.
1. Am einfachsten ist ein solcher Bildzusammenhang zu verstehen, wenn es an einer Stelle einen...
Auf das vom Verhaltensforscher Konrad Lorenz beschriebene Kindchenschema - rundes Gesicht, große Augen, hohe Stirn, kleine Nase, kleiner Mund - reagieren Menschen über alle Kulturen und Altersklassen hinweg. Der Schlüsselreiz lässt Kinder, die stärker dem Muster...
Unter dem Stichwort Imagination gibt es nicht nur Therapeutisches (geführte Imagination), sondern auch viel Esoterisches im Kontext Steiner...
Was ist ein Bild? http://www.capurro.de/bild.html
Bildwissenschaft :...
Mein Vater, Jahrgang 1899, war im 2. Weltkrieg „unabkömmlich“, weil er eine kleine Holzschuhfabrik betrieb; die Holzschuhe wurden [hoffentlich nur] für Arbeiter in den Hochöfen gebraucht. Für diese Freistellung musste mein Vater zum Ausgleich in der Freiwilligen...
Nach einem ersten Hinblicken möchte ich aus der Erfahrung mit dem Feuer zwei Richtungen der Metaphorisierung benennen:
1. Wenn Feuer unkontrolliert sich ausbreitet, entfaltet es seine zerstörerische Kraft: Es bringt Vernichtung und Untergang.
2. Wenn Feuer kontrolliert...
Im SZ-Magazin Nummer 28 vom 11. Juli 08 steht eine Bericht von Ariel Leve über ein amerikanisches Drama: „Eine Liebe auf dem Land“ (S. 8 ff.)
Tyler Ziegel war ein amerikanischer Soldat, der im Irak kämpfte; während eines Heimaturlaubs verlobte...
In der SZ vom 27. Mai stand unter der Überschrift „Das Kreuz mit der Hilfe“ (S.13) ein Bericht Andrian Kreyes darüber, welche Probleme es mit dem Kreuz des Roten Kreuzes gibt. Dieses Kreuz-Symbol wurde 1863 vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes in Genf...
Unter dieser Überschrift bespricht Michael Hampe in der SZ (2. April 2008) das Buch L. Daston - P. Galison : Objektivität, Suhrkamp 2008 (34,80). Die Idee der Objektivität hat also eine Geschichte. Die ausgezeichnete Technik des Objektivierens sei das ...
Am 7. Nov. 007 berichtete Julius Müller-Meiningen in der SZ über ein Buch des italienischen Historikers Sergio Luzzatto und den Wirbel, den es in Italien ausgelöst hat: „Padre Pio - Wunder und Politik im Italien des 20. Jahrhunderts“. Luzzatto bezweifelt nicht nur, ob es bei der...
Bei der Lektüre von Christa Wolfs „Kassandra“ fällt auf, dass das Leben in der Höhlen die utopische Gegenwelt zum Leben im Palast ist. Auch wenn Kassandras Höhlenlebenerinnerungen recht unausgegoren sind, bleibt doch die Erkenntnis, dass Höhle eine bedeutsame Metapher ist: Die Höhle(n)...
Am Ende des 2. Weltkriegs haben die Japaner Kamikaze-Piloten eingesetzt: Diese stürzten sich mitsamt ihrem Flugzeug und dessen Bomben auf die Angriffsziele, in der Regel amerikanische Schiffe. Ihnen wurden vor dem Abflug Kirschblüten an die Uniform gesteckt; sie sollten „für Kaiser und Nation“...
Es gibt ein Foto davon, wie Felix Rodriguez mitsamt einigen anderen Soldaten den berüchtigten Che Guevara gefangengenommen hat; später verhörte er ihn und ließ ihn erschießen. Die Sonne steht im Rücken des Kameramanns, die Schatten fallen den Soldaten direkt ins Gesicht; nur der Schatten der...
W. Poundestone : Im Labyrinth des Denkens, rororo 19745, regt mich mit Kap. 9 zu Spekulationen darüber an, wie weit „das Labyrinth“ als Metapher geeignet ist, Fragen unserer Lebensführung zu bedenken.
1. Reizend ist diese Metapher, weil sie den Gedanken des Knotens
enthält: Du stehst wie...
Wenn ich das Bild eines Weges oder eines Hauses male,
fotografiere oder sonstwie herstelle, halte ich seinen Anblick,
genauer: meinen Anblick, noch genauer: den von mir vorgestellten
Anblick des Weges oder Hauses in Linien fest. Wenn ich etwas notiere
oder schreibe, benutze ich Worte zum...
Unter einem Ritus versteht man eine Folge religiöser Handlungen (Worte, Gesten, Bewegungen), die nach genau festgelegten Regeln vollzogen
werden. So ist etwa die Gültigkeit einer Ehe daran gebunden, dass der
katholische Priester vor Zeugen genau die richtigen Fragen an die
Brautleute...
Sibylle Lewitscharoff berichtet in der SZ vom1. September 007 über die Karl-May-Ausstellung ( http://webmuseen.de/deutsches-historisches-museum-berlin-m960060.html
http://oe1.orf.at/inforadio/80364.html?filter=5
http://www.pr-inside.com/de/karl-may-kann-entschleunigen-r213701.htm
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Dass sprechen zu können den Menschen auszeichnet, ist allgemein
verbreitete Auffassung. Man spricht mit anderen Menschen, nicht nur zu
ihnen, und dabei vergeht Zeit. Sprechen heißt: das praktische Handel
durch sprachliches Handeln begleiten oder unterbrechen; wenn wir mit
anderen sprechen,...
Das Buch „Utopia“ des Thomas Morus , 1516 erschienen, hat
einer ganzen literarischen Gattung den Namen gegeben: Auf der Insel
Utopia (etwa: die Ortlose) leben Menschen, die infolge allgemeiner
Gleichheit alles Lebenswichtige in ausreichendem Maß haben. Den
Ackerbau üben Männer und Frauen...
Das war die Überschrift zu einer kleinen Kolumne, welche die SZ am 21. Juni 007 auf Seite 1 hatte - neben dem vergrößerten Bild eines Mammuts aus Elfenbein, das 2006 bei Grabungen im Vogelherd (Höhle auf der Schwäbischen Alb) gefunden worden ist. Es ist so klein wie ein Kinderfinger....
Schade, dass ich das Bild nicht hochladen kann: Ein Mann fährt in einem offenen Kabrio mit vier Frauen durch das zerstörte Beirut - das Weltpressefoto des Jahres 2006. In dem Magazin Paris Match erschien das Bild im September 2006 mit den Unterzeilen: "Reiche libanesische Christen als...
Helmut Martin-Jung berichtet über eine neue Fototechnik (Krasse Optik, SZ 20. Januar 2007, S. 22):
Bisher haben Fotos noch stärker als das Auge selber daran gelitten, dass sie einen starken Kontrastumfang in der Helligkeit nicht bewältigen konnten; das Auge kann allenfalls noch 1 : 1000...
Auf die Bedeutung der Imagination und des imaginierten Symbolischen bin ich dieser Tage gleich mehrfach gestoßen. Da habe ich also in der ZEIT vom 4, Januar 2007 gelesen ( U. Bahnsen - T. Hürter : Moloch aus Lehm, S. 25 f.), dass die Bewohner von Tell Aswad die Gesichter ihrer Toten vor 9.500...
An Weihnachten gab es im Hörfunk WDR III eine Sendung in der Reihe "Lebenszeichen", die sich mit dem Gottesbild beschäftigte.
Da hat also ein amerikanischer Bischof (Namen und Konfession habe ich
vergessen) nach seiner Pensionierung zwei Bücher geschrieben, in denen
er bekennt,...
Anlässlich einer Ausstellung in Paris hat J. Willms in der SZ („Im
Fotostudio der Kolonialisten“, 11. November 2006, S. 16) beschrieben,
wie sich der dort gezeigte Blick der Europäer auf den „Wilden“
verändert hat:
„Wichtigstes Objekt europäischer Neugierde ist
der Andere, der ‚Wilde‘....
In einem Kurs lese ich gerade Brechts "Lied vom Wasserrad" (1951),
sodass ich mich zwangsläufig mit dem Bild des Rades beschäftige. Aus
der Forschung hört man, dass hinter dem Bild vom Wasserrad das barocke
Bild des Glücksrades stehe; das Bild vom Wasserrad erlaubt nun nicht
nur,...
Ausnahmsweise gebe ich hier einen kleinen Artikel wieder, den ich in meinem Blog www.norberto42.kulando.de
bereits veröffentlicht habe [in der Kategorie: "Lesen: Text(e)"], weil
er für viele Besucher dieses Blogs hier interessant sein könnte:
Bildhafte Sprache, bildhaft...
Diese Überlegungen sind von der Frage angeregt, wie es dazu kommt und wozu es gut ist, dass wir metaphorisch sprechen; auf solche Fragen stößt man als Deutschlehrer.
Ich habe mir überlegt, dass metaphorisches Sprechen auf unserer
besonderen Fähigkeit des Sehens beruht. Das soll nicht...
Unter dieser Überschrift hat Oliver Herwig in der SZ vom 6.
September 2006 dargelegt, "wie Piktogramme als Chiffren der
Globalisierung (toll!) die Welt erobern"; zu Deutsch, er hat etwas über
Bedeutung der Piktogramme und die Probleme, sie zu verstehen,
geschrieben, nicht...
Hans Daiber hat eine Erzählung geschrieben, "Triumph des
Kunstgeschmacks", in der ein armer Gelehrter derart von der Kunst lebt,
dass er gemalte Früchte aus den Bildern im Louvre herausnimmt, ohne
dass deren Fehlen zunächst auffiele. Er wird schließlich zur
Rechenschaft gezogen...
Unter diesem Titel hat Thorsten Schmitz in der SZ vom 16.
Juni 2006 (S. 3) berichtet, wie ein Film von einem israelischen "Luftangriff
auf eine palästinensische Familie am Strand" offensichtlich manipuliert
worden ist. Die Beweisführung ist zu komplex, als dass ich sie hier
...
Claudia Haarmann , Psychotherapeutin, hat ein Buch geschrieben: "Untenrum... Die Scham ist nicht vorbei" (Innenwelt Verlag). Tanja Rest hat mit ihr ein Gespräch über das Thema geführt (SZ 30. Mai 2006, S. 9), wie medial vermittelte Bilder vom idealen Körper und vom idealen Sex die...
n der SZ vom 28. März 2006, S. 9, berichtet Andrea Benda von
einer Monroe-Ausstellung in Hamburg anlässlich ihres 80. bzw. 81.
Geburtstages (1. Juni 1926). Sie sei eine Frau gewesen, "die sich mit
Hilfe der Macht der Bilder als perfekte Kunstfigur erschuf und später
an der Rolle...
Am 31. Dezember 2005 hat Alexander Kissler in der SZ den
Artikel "Die beiden Räder des Fortschritts" veröffentlicht; er meint,
im Jahr 2005 sei "die Bildersprache der Biopolitik" eskaliert. Ohne uns
um solche großformatigen Thesen zu kümmern, sollten wir zwei Ereignisse...
Diese originelle Metapher bildet die Überschrift eines Artikels in der SZ vom 26.10.05, in dem Willi Winkler das Leben der verstorbenen Rosa Parks würdigt.
Rosa Parks hatte sich am 1. Dezember 1955 in Montgomery/USA geweigert,
im Bus ihren Sitzplatz für einen Weißen zu räumen, wie es das
...
Am 20. September 2005 ist Simon Wiesenthal im Alter von 96 Jahren in Wien gestorben; am 21.09.05 würdigte Joachim Käpper
in der SZ („Die Aufgabe, nicht aufzugeben“ auf S. 3) den Mann, der
Adolf Eichmann in Südamerika aufspürte und als Nazijäger in der ganzen
Welt bekannt wurde.
In...
„Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf. Denn jetzt ist das
Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist
vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum...“ (Röm 13,11 f.) Das ist die
erste Stelle, die ich für das Metaphernfeld des...
Ernst Bloch war vom Geist der Utopie umgetrieben. Utopisches Denken
bewegt sich im Bereich dessen, was noch nicht ist; vermutlich ist es
wesentlich bildhaft. Ich möchte im Folgenden den Nachweis des
wesentlich bildhaften Sprechens Blochs erbringen. Ich beziehe mich auf
„Das Prinzip...
Weben ist eine Technik, die bereits den alten Ägyptern bekannt war. Der
älteste mir bekannte Beleg dafür, dass das menschliche Leben in eine
bildhafte Beziehung zu dieser Tätigkeit gesetzt wird, steht im AT, im
Buch Ijob:
„Schneller als das Weberschiffchen eilen meine Tage,
der Faden...
Auf die Frage, warum Damon in Schillers Ballade „Die Bürgschaft“
gerade drei Gefahren überwinden muss, bin ich im Deutschunterricht
einer 7. Klasse gestoßen. Damon hat bekanntlich drei Tage Zeit, um für
seine Schwester einen Gatten zu besorgen und dann heimzukehren, um
seinen Freund...
In seiner Biographie „Wer mit den Wölfen heult“ (1996), in der er von
seinen entscheidenden Lebensjahren als junger Mann erzählt, kommt Ludwig Harig
auch darauf zu sprechen, wie die Liebe zu seiner Frau Brigitte begann
(Kap. VIII): „Ich hatte mich in ein Mädchen verliebt, nicht in ein
...
Was haben der Wind, der Tod und die Liebe miteinander gemeinsam,
dass sie in der Überschrift nebeneinander stehen? Verspüren wir in der
Liebe den Wind des Todes? Oder lassen sich „tiefsinnig“ andere
Verknüpfungen der drei Größen herstellen? Viel einfacher: Ich möchte an
diesen drei Wörtern...
In einem langen Interview mit Alexander Gorkow sagte Yusuf Islam
(früher als Cat Stevens bekannt), um seine Bekehrung zum Islam zu
rechtfertigen: „Man sollte dahin gehen, wohin man gehen will. Und nicht
auf die Spuren achten, die man hinterlässt.“ (SZ vom 29. Mai 2004 -
„Wochenende“, S....
Ich referiere einen Aufsatz, in dem wesentliche Einsichten über den
Grund unserer Leiden an den von uns selbst geschaffenen Symbolen resp.
an der Differenz, also den Mängeln der Wirklichkeit im Vergleich mit
den schönen Symbolen enthalten sind:
Wilhelm E. Mühlmann : Der Mensch als...
Die Imagination halte ich für eine wesentliche menschliche
Befähigung. Einige Aufsätze lenken wieder meinen Blick auf sie. „Zum
Tode des Phantasieerforschers Oskar Sahlberg“ würdigt Harald Eggebrecht
(SZ 26.08. 2005, S. 13) dessen Lebenswerk. Eggebrecht nennt unter
anderem Sahlbergs Buch...
An Weihnachten gab es im Hörfunk WDR III eine Sendung in der Reihe "Lebenszeichen", die sich mit dem Gottesbild beschäftigte. Da
hat also ein amerikanischer Bischof (Namen und Konfession habe ich
vergessen) nach seiner Pensionierung zwei Bücher geschrieben, in denen
er bekennt, dass...